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Funktionsweise

Funktionsweise

Der xS+S Diskless Client enthält eine Netzwerk-Schnittstelle, die mit spezieller Boot-Software zum Start des Systems ausgestattet ist. Nach dem Einschalten des Geräts meldet sich diese Software über das Netzwerk beim Boot-Server, holt sich von diesem das Client-Betriebsystem und startet es. Das Betriebsystem des Diskless Client initialisiert daraufhin die Hardware, startet die benötigten Programme und die grafische Benutzeroberfläche mit der Anmeldemöglichkeit für den Benutzer. Damit ist das Gerät betriebsbereit. Dieser Vorgang dauert üblicherweise weniger als 30 Sekunden.

Die gesamte Administration aller Diskless Clients in einem Netzwerksegment wird zentral am Server durchgeführt. Die benötigte Software wird hier ein einziges Mal installiert, unabhängig von der Anzahl der daran angeschlossenen Diskless Clients. Für jeden Client wird am Server nur ein kleiner Dateibereich (etwa 5MB) für Konfigurations- und Laufzeitdaten benötigt, in dem clientspezifische Einstellungen vorgenommen werden. Die Konfigurationsdaten können daher auch einfach gesichert und von der Sicherung rasch wiederhergestellt werden.

Das verwendete Protokoll zum Zugriff auf Programme und Dateien am Server (NFS) ist sehr robust. Ein Stromausfall, Abschalten oder Reset des Clients führen daher nicht zu einem Crash des Dateisystems und erfordern auch keine Reparatur beim Neustart des Systems.

Die Installation eines neuen xS+S Diskless Client zu einer bestehenden Systemumgebung beschränkt sich auf das Aufstellen der Rechnerhardware und Eintrag des neuen Arbeitsplatzes in der Konfiguration des Servers. Am Client selbst sind keinerlei Software-Konfigurationsmaßnahmen zu treffen!

Der Diskless Client kann unter anderem folgende TCP/IP Dienste im lokalen Netzwerk nutzen:

  • DHCP oder BOOTP
    Ermittlung von Konfigurationseinstellungen aus einer zentralen Datenbank.

  • TFTP
    Laden des Betriebsystems vom Boot-Server.

  • NFS
    Zugriff auf Daten und Programme im Netzwerk.

  • NIS
    Zugriff auf Benutzerkonfiguration und andere zentral verwaltete Informationen.

  • DNS
    Ermittlung von IP-Adressen und Namen im Internet.

  • NTP
    Synchronisation der Uhrzeit am Diskless Client mit einem zentralen Time-Server im lokalen Netz oder im Internet.

  • XDMCP
    Verwaltung von Arbeitssitzungen am Diskless Client oder auch auf anderen Rechnern im Netzwerk (Betrieb als X-Terminal).

  • Font-Server
    Zugriff auf eine zentrale Datenbank mit verschiedenen Bildschirm-Zeichensätzen.

  • Swap-Server
    Erweiterung des virtuellen Speichers durch Benutzung des Netzwerk-Swap Dienstes eines xS+S Kommunikationsservers.


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